Gewaltfreie Kommunikation: Eine Kunst nicht nur in Konflikten, sondern auch in der Selbstfürsorge

Hast du jemals das Gefühl gehabt, dass du für andere da bist, aber oft vergisst, für dich selbst zu sorgen? Inmitten des hektischen Alltags und unserer vielen Verpflichtungen neigen wir dazu, unsere eigenen Bedürfnisse hintenanzustellen. Doch eines Tages habe ich erkannt, wie wichtig es ist, nicht nur Empathie für andere, sondern auch für mich selbst zu empfinden und für meine eigenen Bedürfnisse zu sorgen. In diesem Blog-Artikel möchte ich meine Reise zur Selbstempathie und Selbstfürsorge teilen und warum diese Aspekte für mein inneres Wohlbefinden von entscheidender Bedeutung sind.

Selbstempathie in der Gewaltfreien Kommunikation:

Die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) von Marshall B. Rosenberg verdeutlicht auf eindrucksvolle Weise, dass es bei dieser Methode nicht nur darum geht, empathisch mit anderen zu sein, sondern auch mit sich selbst. Selbstempathie ist ein zentraler Bestandteil der GFK und bedeutet, sich selbst mit derselben Freundlichkeit und Nachsicht zu behandeln, wie wir es bei anderen tun würden.

Die Bedeutung der Selbstfürsorge:

Selbstempathie geht Hand in Hand mit Selbstfürsorge. Wenn ich meine eigenen Bedürfnisse ignorierte, fühlte ich mich gestresst und ausgebrannt. Selbstfürsorge bedeutet nicht, egoistisch zu sein, sondern mir selbst die Liebe und Fürsorge zu schenken, die ich anderen gerne gebe.

Gewaltfreie Kommunikation: Eine Kunst nicht nur in Konflikten, sondern auch in der Selbstfürsorge

Der innere Dialog:

Mein innerer Dialog war früher oft von Selbstkritik geprägt. Ich war viel strenger zu mir selbst als zu anderen. Doch dann habe ich realisiert, wie schädlich das sein kann. Indem ich meinen inneren Dialog bewusst veränderte und mich selbst mitfühlender ansprach, konnte ich mein Selbstwertgefühl stärken und inneren Frieden finden.

Die Macht der Selbstvergebung:

Selbstvergebung war eine der größten Herausforderungen für mich. Aber sie war auch befreiend. Ich erkannte, dass ich nicht perfekt bin und Fehler machen darf. Selbstvergebung half mir, meine eigenen Fehler und Fehltritte anzunehmen und daraus zu lernen.

Gewaltfreie Kommunikation: Eine Kunst nicht nur in Konflikten, sondern auch in der Selbstfürsorge


Die Wut-Nothilfe:

Manchmal überkommen uns Gefühle der Wut, und es kann schwierig sein, damit umzugehen. Hier ist eine kleine Nothilfe, um Wut auf eine konstruktive Weise zu bewältigen:

1. Innehalten und atmen: Der erste Schritt ist, einen Moment innezuhalten. Atme tief ein und aus, um dich zu beruhigen. Lasse die Wut nicht sofort handeln.

2. Verurteilende Gedanken feststellen: Mache dir bewusst, welche Gedanken durch deinen Kopf gehen. Oft denken wir in solchen Momenten negativ über andere oder uns selbst. Erkenne diese Gedanken und halte sie fest, ohne sie zu bewerten.

3. Bedürfnisse in den Fokus rücken: Hinter der Wut verbirgt sich oft ein unerfülltes Bedürfnis. Frage dich selbst, was du in dieser Situation wirklich brauchst. Ist es Respekt, Verständnis, Unterstützung oder etwas anderes?

4. Unerfüllte Gefühle und Bedürfnisse ansprechen: Kommunikation ist der Schlüssel. Sprich offen und respektvoll über deine Gefühle und Bedürfnisse. Teile mit, was dich verärgert hat, und bitte um Unterstützung oder Lösungen, die diese Bedürfnisse erfüllen können.



Gewaltfreie Kommunikation: Eine Kunst nicht nur in Konflikten, sondern auch in der Selbstfürsorge

Stefan Schäfer

Potenzialentfaltung in einer agilen, menschenzentrierten Welt.