Die Ironie der Sachlichkeit: Die unsichtbare Dimension der Kommunikation

Scheinbare Klarheit

Wer glaubt, nur in der Sache zu kommunizieren, liegt gründlich falsch. Selbst in vermeintlich sachlichen Äusserungen verbirgt sich immer auch eine Selbstoffenbarung und eine verborgene Botschaft, die sich auf die eigene Beziehung zum Gegenüber bezieht. Als wäre Kommunikation nicht schon komplex genug, wandern wir auf den vielen Ebenen der Bedeutung.

Unsere Kommunikation ist immer vielschichtig, und wir können nicht nicht kommunizieren, denn der Empfänger entscheidet, wie er empfängt. Man stelle sich vor, selbst in der Nüchternheit einer sachlichen Mitteilungen versteckt sich ein kleines Drama der zwischenmenschlichen Beziehungen.

Resonanz gestalten

Wir sind nicht nur Sender von Fakten, sondern gestalten auch Resonanz. Zwischen den Worten eröffnen sich vielfältige Möglichkeiten. Gegenseitige Empathie spielt eine entscheidende Rolle, da sie uns befähigt, nicht nur auf das Gesagte zu fokussieren, sondern auch die nicht ausgesprochenen Nuancen wahrzunehmen. Die bewusste Wahrnehmung ermöglicht ein Verständnis für die Dynamik des Gesprächs und können wir vielleicht den Teufelskreis durchbrechen, der uns ständig aneinander vorbeireden lässt.

Wann hast du das letzte Mal erlebt, dass dich dein Gegenüber nicht verstanden hat, oder du dachtest: Warum hört der nicht zu? Du kannst davon ausgehen, dass er schon zuhört, aber eben nicht auf der Frequenz, auf der du denkst zu senden.

Die Ironie als Begleiter

Also, lass uns daran denken: Man kann nicht nicht kommunizieren, und dies bezieht sich auf die Vielschichtigkeit der gesamten Kommunikation. 

Versuche deshalb bei wichtigen Diskussionen zu reflektieren, wo genau deine Botschaften ankommen. 

Manchmal hilft es einfach, das Gegenüber zu fragen, was es gerade gehört hat. Hört sich vielleicht komisch an, aber du wirst erstaunt sein, welche Antworten du zurück erhältst. 

In der Welt der Kommunikation bleibt die Ironie eben stets unser treuer Begleiter.




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Foto von Jesse Cason auf Unsplash

Stefan Schäfer

Potenzialentfaltung in einer agilen, menschenzentrierten Welt.