Wenn jeder dich mag, nimmt keiner dich ernst: Sagen, was man denkt, oder doch lieber schweigen?

Kommunikation prägt Beziehungen und Teams durch ein Netzwerk von sorgfältig abgestimmten menschlichen Interaktionen und dabei spielt eine subtile Balance eine entscheidende Rolle. Dieses zarte Gleichgewicht, das den offenen Ausdruck unserer Gedanken und eine vorsichtige Navigation durch unsere täglichen Netzwerke erfordert, muss behutsam untersucht werden. Dabei geht es nicht nur um Worte, sondern auch um das Halten eines Seils aus Selbstachtung, Respekt und dem Bewahren unserer Authentizität.

In Momenten, in denen Authentizität auf Diplomatie und Direktheit auf Takt stösst, stehen wir oftmals an einer entscheidenden Weggabelung. Hier gilt es, eine Balance zu schaffen, die Standfestigkeit ohne Aggressivität in der Kommunikation ermöglicht, während wir authentisch bleiben.

Das Bewahren der Gleichwertigkeit in der Kommunikation ist das Herzstück erfolgreicher Beziehungen. Die Wertschätzung eigener und der Bedürfnisse des Gegenübers wird dabei zur unerlässlichen Fähigkeit. „Wer macht den ersten Schritt?“ kann sich zu einer harmonischen Koexistenz entwickeln, in der es nicht darauf ankommt, wer initiiert, sondern wie wir uns zusammen im Rhythmus bewegen. Wenn sich in einer Beziehung – privat oder beruflich – etwas verändert, verlangt der gemeinsame Tanz, dass beide Partner ihre Bewegungen anpassen, um einen stetigen und produktiven Austausch zu ermöglichen.

Um eine Basis für fruchtbare und respektvolle Kommunikation zu legen, ist es essenziell, eigene Bedürfnisse und Grenzen klar zu kommunizieren und gleichzeitig mit offenem Ohr und Herz die Perspektiven anderer zu erkennen und anzuerkennen. Denn oftmals spielt Emotionalität in geschäftlichen Beziehungen und Entscheidungen eine grössere Rolle, als wir zugeben wollen.

Hierbei wird echtes Zuhören zentral. Wie oft wechseln wir in den Modus des Nicht-Zuhörens, weil eigene Gedanken und Vorurteile uns binden? Authentisches Zuhören ist mehr als nur das Aufnehmen von Worten. Es ist aktives Einlassen, empathische Haltung und das Eintauchen in die Welt des anderen.

Also, wo könntest Du besser zuhören und wo brauchst Du den Mut, Deine authentische Stimme zu nutzen? Im Wechselspiel von Selbstausdruck und empathischem Zuhören weben wir das Netzwerk echter Kommunikation. Trete ein in den Tanz des authentischen Dialogs und werde zum Architekten Deiner Kommunikationsbrücken.



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Foto von Alex Azabache auf Unsplash

Stefan Schäfer

Potenzialentfaltung in einer agilen, menschenzentrierten Welt.